Freitag, 6. August 2010

Die rumänische Schulzeit...


Genau, bin in Rumänien aufgewachsen, bis zum erwähnten November 1976, habe ich in Rumänien gelebt.
Wie bereits erwähnt, die rumänische Schule war etwas anders als in Deutschland, Fremdsprache damals war französisch…von Anfang an, französich Unterricht. Wir haben Schuluniformen besessen, schwarze Hosen, weisse Hemden, und das rote Pionier Halstuch, waren Pflicht, genau so wie das Marschieren in Reih und

Glied zu bestimmten Öffentlichen Anlässen, wie der 1te Mai zum Beispiel. Schon fast ein Militärischer Drill, nicht nur das Marschieren, sondern auch die täglichen Gymnastik-Übungen vor jedem Schulbeginn, völlig geordnet, pro Klasse in Reihe aufgestellt, erst mädchen Reihe, dann die von den Jungs daneben, die Kleineren vorne, also nach der grösse der Schüler geordnet, und ohne Murren alles nachmachen, was der Turnlehrer vorne auf einem erhöhtem Podest vor turnte! Jeden Morgen, pünktlich um 7:00, wer zu spät kam, konnte sich im schlimmsten Falle ein paar Hiebe mit dem Lineal auf die Handflächen einfangen, klar, damit Alle zusehen konnten, wenn man Glück hatte, musste man nur ein paar Runden um den Schulhof laufen…


Jedoch gab es auch gute Seiten, den Unterricht! Ich spreche nicht vom militärischem Drill, wie gerade sitzen, beim Antworten aufstehen, oder dass das Heft im Winkel von 45° auf dem Tisch liegen musste, nein, vom Unterricht der sehr hohe Ansprüche stellte. Es gab schlicht und weg absolute keine Ablenkung während des Unterrichtes, und wenn die Lehrer merkten, dass man ein gewisses Thema einfach nicht kapierte, dann musste man nach dem offiziellen Unterricht, nochmal Nachhilfe Stunden mit dem Lehrer absolvieren, völlig kostenlos verteht sich. Alle Lehrer hatten den Ehrgeiz, dass soviele Schüler wie nur irgend möglich, gute Noten erreichten, dabei konnten Diese nicht mogeln, da es oft Prüfungen von anderen Lehrern gab, man achtete peinlichst genau darauf, dass die Noten gerecht waren, es gab die “lieblings Schüler” einfach nicht. Ach ja, in Rumänien, war die beste Note 10, also umgekehrt wie in Deutschland, wo sie 1 ist. – ja der Unterricht war wirklich gut!


Zusätzlich zum Marschieren, mussten wir wie schon erwähnt oft zur Erntezeit mithelfen, dann mussten wir halt bis zu einem Kartoffel-Acker marschieren, was natürlich ausserhalb der Stadt war, und bei der Ernte helfen, als eine Art Vergütung, erhielt jeder halt ein paar Kartoffeln…abends, wenn man zurück marschierte… für uns Kinder waren dies unsere tollen Schul Ausflüge, ja war auch ok. Wir freuten uns schon auf diese Ausflüge, gab ja keinen Unterricht, und so konnten wir Kartoffeln und Bohnen und Erbsen…heimbringen. Diese Ausflüge waren wirklich toll, da alles etwas lockerer ablief, als in der Schule, es machte wirklich Spass.

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